Zu meiner ersten gemieteten Wohnung gehörte ein Balkon. Die Erinnerungen an einen Urlaub in Österreich waren noch frisch, besonders an die wunderbaren, mit Geranien bepflanzten Balkonkästen der Bauernhäuser und so war es ganz klar, dass ich Balkonkästen brauchte - und Geranien. Viele Geranien. Das Ergebnis war gar nicht so schlecht, vor allem weil ich den Flüssigdünger Algoflash für mich entdeckte, der das Klimadefizit von Norddeutschland gegenüber Österreich etwas ausglich. Dann zog ich um, der neue Balkon war schattiger und die Mieter unter mir beschwerten sich über herunterfallende Geranienblüten, die ihre Terrassensteine rot färbten.
So kam ich zu Fuchsien.
Die ersten habe ich gekauft. Später habe ich mir von Freunden Stecklinge erbeten und meine Pflanzen selbst gezogen. Denn es gibt so viele verschiedene Sorten, hängende, stehende, üppig gefüllte, zarte elegante, sogar winterharte. Und es gibt eine deutsche Fuchsiengesellschaft mit einer sehr schönen Webseite für alle, die sich mit dem Fuchsien-Sammelvirus infiziert haben.
Meine Fuchsien stehen im Schattenbereich des Gartens und hängen in unserem alten Kirschbaum, dessen Blätter genau das richtige Maß an Sonne durchlassen. Und im Winter ziehen sie in mein Gewächshaus.
Das hier sind einige davon.